Arbeitssicherheit wird oft nur mit Berufen und Betrieben mit hohem Unfallrisiko in Verbindung gebracht, dabei betrifft sie alle Branchen und Arbeitsbereiche. Denn grundsätzlich ist jeder Unternehmer, der einen Mitarbeiter beschäftigt, im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes dazu verpflichtet, bestimmte technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen zur Arbeitssicherheit zu treffen. Dabei gilt es vor allem die Mitarbeiter vor Gesundheitsrisiken und Gefährdungen zu schützen. 

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Wir unterstützen und beraten Sie, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
  

Im Rahmen unserer umfassenden Beratung im Bereich Arbeitssicherheit bieten wir Ihnen zahlreiche Leistungen:

Wir übernehmen u.a. die Funktion der Fachkraft für Arbeitssicherheit nach DGUV Vorschrift 2 in Ihrem Betrieb und unterstützen Sie beim Aufbau des Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutzsystems.

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Die wichtigsten Fragen zum Thema Arbeitssicherheit


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Arbeitssicherheit im Betrieb

Wie melde ich einen Arbeitsunfall?

"Versicherte haben unverzüglich jeden Unfall der zuständigen betrieblichen Stelle zu melden; sind sie hierzu nicht imstande, liegt die Meldepflicht bei dem Betriebsangehörigen, der von dem Unfall zuerst erfährt". (DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention, § 28 Absatz 2).

Erfährt der Arbeitsgeber über einen meldepflichtigen Wege- oder Arbeitsunfall ist dieser verpflichtet diesen dem Unfallversicherungsträger mitzuteilen. Ebenfalls ist eine Kopie der staatlichen Arbeitsschutzbehörde zu übermitteln. Vordrucke des Unfallmeldebogens bieten die Unfallversicherungsträger auf ihren Internetseiten an.

Um einen meldepflichtigen Arbeitsunfall handelt es sich, wenn der behandelnde Durchgangsarzt eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 3 Tagen attestiert.

Welche Maßnahmen zur Arbeitssicherheit muss der Arbeitgeber treffen?

Grundsätzlich ist jeder Unternehmer, der einen Mitarbeiter beschäftigt, dazu verpflichtet, bestimmte technische, organisatorische und / oder persönliche Maßnahmen zur Arbeitssicherheit zu treffen. Unternehmer haben ihre Mitarbeiter vor allem vor Gesundheitsrisiken und technischen Gefahren, die sich am Arbeitsplatz ergeben können, zu schützen.

Seit 1996 ist das Arbeitsschutzgesetz in Kraft. Es regelt die Aufgaben des Arbeitgebers und Arbeitnehmers im deutschen Arbeitsschutz. Zentrales Instrument des Arbeitsschutzes ist die Gefährdungsbeurteilung.

Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Beschäftigten vor Chemikalien, Krankheitserregern, Gefahrstoffe, Lärm, technischen Risiken, sowie anderen Gefahren, die durch die Arbeit gegeben sind, geschützt sind. Dabei wird der Arbeitsschutz bereits bei der Planung von Arbeitsplätzen im Rahmen der Prävention berücksichtigt. Zudem hat der Arbeitgeber seine Mitarbeiter im Hinblick auf alle Gefährdungen im Betrieb zu unterweisen.

Seit 2013 sind auch psychische Belastungen ,die am Arbeitsplatz auftreten können, im Arbeitsschutzgesetz berücksichtigt. Sie müssen ebenfalls im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung beurteilt und bewertet werden.

Wer ist für die Arbeitssicherheit im Betrieb verantwortlich?

Die Arbeitssicherheit ist durch den Arbeitgeber zu organisieren. Für die Einhaltung der festgelegten Maßnahmen sind die Mitarbeiter jedoch verantwortlich.

Welche Maßnahmen muss der Betrieb zur Sicherstellung der Ersten Hilfe durchführen?

Es muss jederzeit Erste Hilfe zur Verfügung stehen. In Verwaltungs- und Handelsbetrieben bei mehr als 20 Mitarbeitern müssen 5% der ständig anwesenden Mitarbeiter als Ersthelfer ausgebildet sein. In sonstigen gewerblichen Betrieben müssen mindestens, in Abängigkeit von Betriebsgröße, 10% betriebliche Ersthelfer sein.
Die Ersthelfernachschulung muss alle 2 Jahre erfolgen.

In jedem Betrieb ist es notwendig, ausreichendes Erste-Hilfe-Material zur Verfügung zu haben (§ 25 Abs. 2, DGUV Vorschrift 1).
Art und Menge sowie Aufbewahrungsorte des Erste-Hilfe-Materials richten sich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach der Betriebsgröße, den vorhandenen betrieblichen Gefahren, der Ausdehnung und Struktur des Betriebes und der Organisation des betrieblichen Rettungswesens.

Was sind Sicherheitsbeauftragte?

Sicherheitsbeauftragte sind Mitarbeiter, die sich im Kollegenkreis um die Arbeitssicherheit kümmern.

Sie ersetzen nicht die Fachkraft für Arbeitssicherheit! In Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten muss mindestens ein Sicherheitsbeauftragter bestellt sein. Der Sicherheitsbeauftragte arbeitet ehrenamtlich und sollte ein Mitarbeiter vor Ort sein. Er soll den Unternehmer bei der Durchführung des Unfallschutzes unterschützen, insbesondere indem er sich von der ordnungsgemäßen Benutzung der vorgeschriebenen Schutzeinrichtung fortlaufend überzeugt.

Die Ausbildung der Sicherheitsbeauftragten ist eine Aufgabe der zuständigen Berufsgenossenschaften, die auch von der betrieblichen Fachkraft für Arbeitssicherheit durchgeführt werden kann.

Was ist ein Arbeitsmediziner?

Der Arbeitsmediziner unterstützt ebenso wie die Fachkraft für Arbeitssicherheit in den Fragen zum Arbeitsschutz. Dabei liegt der Schwerpunkt jedoch bei den medizinischen und hygienischen Aspekten. 

Als Arbeitsmediziner kann kein "normaler" Hausarzt, sondern nur ein speziell ausgebildeter Arbeitsmediziner bestellt werden.

Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung

Wozu dient eine Gefährdungsbeurteilung?

Alle Arbeitsplätze müssen auf eventuelle Gefährdungen untersucht werden. Diese sind in einer Gefährdungsbeurteilung schriftlich zu erfassen.

Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen dient dazu, bestehende Schwachstellen zu erkennen und um rechtzeitig Arbeitsschutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Die Mitarbeiter sollten einbezogen werden, da sie aufgrund ihrer Erfahrungen wichtige Hinweise zu Gefahren und Belastungen am Arbeitsplatz geben können.

Bei der Entwicklung von Maßnahmen zum Arbeitsschutz sollte der Rat von Fachleuten eingeholt werden, um optimale und kostengünstige Lösungen herbeizurufen.

Wann ist eine Gefährdungsbeurteilung notwendig?

Eine Gefährdungsbeurteilung ist notwendig...

- …als erste Analyse der Arbeitsplätze

- …in regelmäßigen Abständen, insbesondere bei Änderungen von Vorschriften

- …wenn Einrichtungen wesentlich erweitert oder umgebaut werden

- …vor Anschaffung neuer Maschinen und Produktionsausrüstungen

- …nach dem Auftreten von Arbeitsunfällen, Beinaheunfällen und Erkrankungen

Warum müssen Mitarbeiter unterwiesen werden?

Der Vorgesetzte hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz angemessen zu unterweisen.
Die Unterweisung soll die Beschäftigten mit möglichen Gefahren bei der Arbeit, den Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren sowie dem richtigen Verhalten nach dem Eintreten von Unfallereignissen vertraut machen.

Was ist bei der Unterweisung zu beachten?

Die Mitarbeiter müssen mindestens einmal im Jahr zu allen sicherheitsrelevanten Aufgaben ihres Arbeitsplatzes unterwiesen werden.

Diese Unterweisung ist schriftlich festzuhalten und muss von den Unterwiesenen unterschrieben werden.

Die Unterweisung muss vor Aufnahme der Tätigkeit von neuen Beschäftigten, bei Veränderungen im Aufgabenbereich sowie bei der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie erfolgen.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit

Ab wann benötige ich eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Laut § 5 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) wird keine Mindestmitarbeiterzahl genannt! Darin heißt es:

"(1) Der Arbeitgeber hat Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sicherheitsingenieure, -techniker, -meister) schriftlich zu bestellen und ihnen die in § 6 genannten Aufgaben zu übertragen, soweit dies erforderlich ist im Hinblick auf

1. die Betriebsart und die damit für die Arbeitnehmer verbundenen Unfall- und Gesundheitsgefahren,

2. die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer und die Zusammensetzung der Arbeitnehmerschaft,

3. die Betriebsorganisation, insbesondere im Hinblick auf die Zahl und Art der für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen,

4. die Kenntnisse und die Schulung des Arbeitgebers oder der nach § 13 Abs. 1 Nr. 1, 2 oder 3 des Arbeitsschutzgesetzes verantwortlichen Personen in Fragen des Arbeitsschutzes."

D.h. dass grundsätzlich schon ab einem Mitarbeiter eine Bestellung der Sicherheitsfachkraft vorzunehmen ist.

Die Berufsgenossenschaften legt mit der DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" § 2 entsprechend § 14 ASiG konkrete Ausführungsregelungen fest:


(1) Der Unternehmer hat Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zur Wahrnehmung der in den §§ 3 und 6 des Arbeitssicherheitsgesetzes bezeichneten Aufgaben schriftlich nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zu bestellen. Der Unternehmer hat dem Unfallversicherungsträger auf Verlangen nachzuweisen, wie er die Verpflichtung nach Satz 1 erfüllt hat.

(2) Bei Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten richtet sich der Umfang der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung nach Anlage 1.

(3) Bei Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten gelten die Bestimmungen nach Anlage 2.

(4) Abweichend von den Absätzen 2 und 3 kann der Unternehmer nach Maßgabe von Anlage 3 bzw. Anlage 4 ein alternatives Betreuungsmodell wählen, wenn er aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist und die Zahl der Beschäftigten bis zu ... (Konkrete Regelungen des jeweiligen UVT einsetzen; Anlage 3: Obergrenze 50; Anlage 4: 10) … beträgt."

Somit ist ab dem ersten Beschäftigten eine Sicherheitsfachkraft bzw. ein alternatives Betreuungsmodell erforderlich.

Was macht eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Die Hauptaufgabe der Fachkraft für Arbeitssicherheit ist die Unterstützung des Unternehmers in den Fragen des Arbeitsschutzes. Sie berät bei der Planung, der Beschaffung und beim Einsatz von Betriebsanlagen, Arbeitsmitteln, Schutzausrüstung und der Gestaltung der Arbeitsplätze.

Die Arbeitsstätten werden von der Fachkraft regelmäßig begangen. Festgestellte Mängel werden dem Unternehmer mitgeteilt und Vorschläge zur Abhilfe gemacht. Arbeitsunfälle werden untersucht und Vorschläge zur Verhütung unterbreitet. Die Fachkraft weist auch darauf hin, dass die Beschäftigten die Anforderungen des Arbeitsschutzes einhalten.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit kann ein eigener Mitarbeiter mit ausreichenden Qualifikationen sein oder eine externe Fachkraft.

Zum Verständnis: Die Fachkraft für Arbeitssicherheit ist nicht der Sicherheitsbeauftragte!

Der EU-CONtent

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